Samstag, Januar 31, 2026

Ticker-Nachlese Tag 3: “Nur Polizistin war sicher, dass er ertrunken ist” – Staatsanwältin und Ärztin befragt

Am Donnerstag wurde die Gemeindeärztin von Rossatz, Dagmar W., im U-Ausschuss befragt. Es folgte die Staatsanwältin S., die die Obduktion beantragt hat. Zu hören waren Widersprüche und Kritik hinsichtlich der Polizei.

Ende für heute

Das Ticker-Team meldet sich ab. Am 11. Februar gehen die Befragungen weiter – erwartet werden Karin Wurm und Anna P.

Danke fürs Mitlesen und bis bald!

15:55

Neos-Statement

Sophie Wotschke (Neos) gibt ihre abschließendes Statement ab: “Man muss vonseiten der Polizei für mehr Qualitätsmanagement sorgen.” Die Aussagen der Staatsanwältin seien “sehr offen” gewesen und würden bestätigen, dass man zu früh “gewisse Annahmen” seitens der Polizei traf.

15:40

Tomaselli: Widerstand gegen Obduktion

Nina Tomaselli (Grüne) fand den Befragungstag spannend: “Ärztin und Staatsanwältin hatten kein Eigeninteresse” mit ihren Forderungen nach einer Obduktion. Trotzdem hätten mehrere Polizisten darauf eingewirkt, dass eine Obduktion zunächst nicht passieren soll. Tomaselli kritisiert ebenfalls die Herausgabe des Handys während des laufenden Ermittlungsverfahrens.

 

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15:35

SPÖ-Krainer: "Druck gegenüber der Ärztin klar"

Für SPÖ-Fraktionsführer Jan Krainer ist “klar, dass es Druck gegenüber der Gemeindeärztin” gegeben hat. Auch, dass das Handy früh und während laufender Ermittlungen ausgehändigt wurde. “Beides hätte nicht passieren dürfen.”

 

15:20

Es folgen abschließende Statements

ÖVP-Abgeordneter Jakob Grüner: Ihm sei wichtig, dass S. keine Weisungen oder Interventionen wahrgenommen hätte. “Leider nicht viel Neues”, meint der Parlamentarier. Eine Journalistin hakt nach – Details rund um die Diskussionen und das Telefonat mit der Staatsanwältin erscheinen neu.

15:10

Befragung ist zu Ende

Die dritte Fragerunde wurde von den Abgeordneten nicht benötigt. Damit beendet Walter Rosenkranz die medienöffentliche Sitzung.

14:57

Zettel war Ärztin "wahrscheinlich wichtig"

Thomas Spalt (FPÖ) ist an der Reihe. Ärztin W. hatte am Fundort eine handschriftliche Notiz an die Staatsanwaltschaft verfasst und der Polizei gegeben, die Staatsanwältin erreichte das Schriftstück allerdings nie. Darin regte die Ärztin die Obduktion auch schriftlich an. Darum ersucht hat S. aber nicht und das nie verlangt. S. merkt an: “Es war ihr wahrscheinlich wichtig.”

Das ist übrigens der vieldiskutierte Zettel:

bildschirmfoto 2026 01 29 um 15.08.28

 

14:47

"Meine Vertrauensperson ist mein Ex-Mann"

Silvia Kumpan-Takacs (SPÖ) fragt zum Coaching. S. sagt, sie hätte keine Vertrauensperson zur Befragung mitgenommen, die vom Justizministerium zur Verfügung gestellt wurde. Zur Erinnerung: Im Fall von vier Polizisten wurde das so mittels BMI gehandhabt.

S. sorgt für Heiterkeit: “Meine Vertrauensperson ist mein Ex-Mann – mit dem ich mich nach wie vor gut verstehe.”

14:40

Ärztin und Staatsanwältin wollten miteinander sprechen

Grüner fragt nach angeblichen Widersprüchen, dass Staatsanwältin sagte, sie wollte mit der Ärztin reden. Ärztin W. sagte, dass sie mit der Staatsanwältin reden wollte. Das Telefon in der Hand hatte die Polizistin.

Die Auskunftsperson S. will aufklären: Die Ärztin hätte ihr später gesagt, dass diese mit der Staatsanwältin reden wollte, die Polizistin ging aber mit dem Telefon weg. Auf der anderen Seite wollte die Staatsanwältin mit der Ärztin reden.

Jan Krainer (SPÖ) wirft ein: Es sei kein Widerspruch, sondern beides möglich. Beide ersuchten wechselseitig, miteinander reden zu können.

14:32

Wurde etwas verschlampt?

Wir sind in der zweiten Fragerunde. Grüner (ÖVP) fragt, ob etwas im Fall verschlampt wurde. S. hat dazu keine Wahrnehmungen. Sie sei nach dem Telefonat nicht mehr mit dem Fall betraut gewesen.

 

14:25

Coaching für Staatsanwältin

Thomas Spalt (FPÖ) stellt Fragen. Auch die Staatsanwältin hätte ein Angebot für ein Coaching bekommen und angenommen, als Vorbereitung für den U-Ausschuss. Im Gegensatz zu den Polizisten sei das allerdings allein gewesen.

Die Staatsanwältin war mindestens 20 Jahre im Dienst, seit Jänner 2024 sei sie im Krankenstand.

14:13

Staatsanwältin widerspricht Kriminalbeamten

Nina Tomaselli (Grüne) ist an der Reihe. S. widerspricht abermals Aussagen von Chefinspektor Fellner, wonach Anordnungen zur Obduktionen in der Praxis “restriktiv” passieren, aufgrund von mangelnder Ressourcen.

S. hat keine Wahrnehmungen dazu. Wenn eine Obduktion nötig sei, wird diese angeordnet. Eine kriminalpolizeiliche Leichenbeschau sei dafür keine Kompromisslösung.

Auch legt Tomaselli erneut Aussagen eines Kriminalbeamten vor, der angab, mit S. telefoniert zu haben. Erneut widerspricht die Staatsanwältin, sie habe nur mit der Einsatzleiterin am Fundort gesprochen.

13:59

"Nur die Polizistin war sicher, dass er ertrunken ist."

Sophie Wotschke (Neos) stellt nun Fragen.

War Suizid während des Telefonats ein Thema? “Ich glaube nicht.” Nur die Todesursache sei Thema gewesen. “Ich war unsicher. Nur die Polizistin war sicher, dass er ertrunken ist.”

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13:52

Einschätzung der Polizistin "apodiktisch"

Hat S. vom Obduktions-Konflikt am Fundort mitbekommen? Sie antwortet, sie hätte es später von der Gemeindeärztin, die sie privat kenne, gehört. Diese habe sich geärgert, dass man ihre medizinische Einschätzung nicht gehört hätte.

S. wird auch zur Polizistin, die angerufen hätte, gefragt. Deren Ersteinschätzung sei ihr “bisschen apodiktisch” vorgekommen.

13:45

"Können wir ihn beerdigen oder sollen wir weiter was tun?"

Silvia Kumpan-Takacs (SPÖ) ist nun mit Fragen an der Reihe.

Kurze Klarstellung: S. hatte eigentlich nicht Journaldienst, sondern nahm den ersten Anruf der Polizei nur entgegen, weil die Kollegin kurzfristig nicht abheben konnte.

Es sei nur um die Frage gegangen: “Können wir ihn beerdigen oder sollen wir weiter was tun?” S. entschied sich für Letzteres.

 

 

 

13:37

Staatsanwältin verneint Kontakt mit Chefinspektor Fellner

Grüner legt Aussagen des Chefinspektors Hannes Fellner vor, wonach dieser im Laufe des 20. Oktober mit der nun befragten Kremser Staatsanwältin telefoniert hätte. Das wird von ihr verneint. Sie sei nach dem Telefonat am Vormittag nicht mehr damit betraut gewesen.

 

13:31

Todesursache unklar

Jakob Grüner (ÖVP) fragt, ob Ärztin W. gesagt hätte, dass diese von Fremdverschulden ausgeht.

Die Staatsanwältin entgegnet: “Nein, sie hat gesagt, sie kann die Todesursache nicht feststellen.” Die frühere Aussage von W. wird damit bestätigt.

 

13:17

Erste Information der Polizei "nicht nachvollziehbar"

Verfahrensrichterin Edwards will eingangs wissen, in welcher Weise und in welchem Ausmaß S. mit der Causa Pilnacek befasst war. Die Staatsanwältin sagt, sie sei “nur ganz am Anfang” involviert gewesen. Sie habe einen Anruf der Polizei vom Fundort entgegengenommen.

Die Polizistin S. sagte ihr, Christian Pilnacek sei wahrscheinlich ertrunken und es liege kein Fremdverschulden. Das sei für die Staatsanwältin “zu wenig” und auch nach Schilderung der Auffindungssituation “nicht nachvollziehbar”. Die Polizistin habe auch gesagt “nur weil er berühmt ist, brauchen wir keine Obduktion.”

Die Journalstaatsanwältin habe sich dann die Ärztin ans Telefon geben lassen, diese habe sie in ihrer Annahme bestätigt und eine Obduktion angeregt – das habe S. dann auch gemacht und auch einen Anfallsbericht angeordnet.

13:13

Es geht weiter

Die Kremser Staatsanwältin S. wird befragt. Sie hatte am Vormittag des 20. Oktober 2023 Journaldienst und wurde bezüglich der Obduktion kontaktiert. Mittlerweile ist sie in Pension.

12:59

Die Abgeordneten warten

Und auch die Journalisten sind bereit für die nächste Befragung, die bald losgehen soll. Es kommt die Kremser Staatsanwältin S., die die Obduktion von Pilnaceks Leiche angeordnet hat.

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12:23

Druck auf Ärztin für Krainer "recht klar"

Denn “die Ärztin war umringt von drei Männern, die auf sie einreden”. Der SPÖ-Abgeordnete spricht von einer klaren “Drucksituation” bei der Anregung der Obduktion.

Bei der Frage, ob es eine kommunale Totenbeschau oder eine kriminalpolizeiliche Leichenbeschau war, spricht Krainer von schlechter Vorbereitung der Polizei und Kommunikationsproblemen zwischen Polizei und Ärztin.

12:22

"Erkenntnisreiche Befragung" für Hafenecker

Dass die Ärztin schon öfter mit der Polizei zusammengearbeitet hat und Obduktionen angeregt hat ohne auf Widerstand zu stoßen, zeigt, dass im Fall Pilnacek abweichend gehandelt wurde.

Er stelle sich daher die Frage “Was da eigentlich im Hintergrund gelaufen ist”. Die Ärztin habe dabei auch berichtet, dass in ihrer Familie Autoreifen aufgeschlitzt wurden und Windschutzscheiben eingeschlagen wurde.

Heute ist außerdem die Homepage der Ärztin offline gegangen. Die Ärztin habe keine Erklärung dafür. Für Hafenecker sind diese Vorfälle “bemerkenswert”.

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12:13

Wotschke verweist im Pressestatement

auf den Umstand, dass der Druck der Polizei “ungewöhnlich” war.

Es ist nicht die Aufgabe der Ärztin, das richtige Formular beim Fundort dabeizuhaben, sondern der Polizei, so Wotschke. Das Dokument würde in den Akten fehlen, wenn die Polizei es nicht berücksichtigt. “Es ist Aufgabe der Polizei, sicherzustellen, dass die Strafprozessordnung eingehalten wird”, stellt Wotschke klar.

Die NEOS-Abgeordnete unterstreicht die Aussage der Ärztin, dass sie schon bei mehreren Leichen eine Obduktion angeregt hätte. Dabei sei sie noch nie auf Diskussionen oder Widerstände der Polizei gestoßen.

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12:04

ÖVP-Mann Grüner gibt Pressestatement

“Es hat sich aus der Befragung nicht viel Neues ergeben”, sagt der ÖVP-Abgeordnete.

Er sei sich dessen bewusst, dass jede Fraktion “immer die Aussage herauspickt, die ihr am besten passt”.

Für Grüner spricht Vieles dafür, dass eine kriminalpolizeiliche Leichenbeschau stattgefunden hat, vor allem deshalb, weil die Leiche entkleidet war. “Welches Formular dafür verwendet wurde, spielt keine Rolle und es tut auch nichts zur Sache”, sagt Grüner.

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Grüner greift auch die Aussage der Gemeindeärztin auf, wonach keine Hinweise auf grobe Fremdeinwirkung zu finden waren. (Sie hat allerdings eine Fremdeinwirkung nicht ausgeschlossen.)

12:03

Pause

Die Befragung von W. ist beendet. Die nächste Auskunftsperson, Staatsanwältin S., kommt um 13:00.

11:54

Die Fraktionen verzichten weitgehend auf die dritte Fragerunde

ÖVP-Fraktionsvorsitzender Hanger macht W. den Vorhalt, dass drei Polizisten gesagt hätten, es habe kein Gespräch mit der Ärztin bezüglich der Obduktion stattgefunden. Krainer interveniert und sagt, es handelt sich um einen falschen Vorhalt. Alle Polizisten bestätigten laut Krainer ein solches Gespräch zwischen Polizei und Ärztin.

Tomaselli verweist abschließend noch auf den Tatortleitfaden. Demnach hätte eine Obduktion bei einer Wasserleiche ohnehin stattfinden müssen, unabhängig von der ärztlichen Einschätzung.

11:48

Tomaselli fragt nach Zigarettenpackung

Mehrere Polizisten haben nun bereits zu Protokoll gegeben, dass sie die Packung am Ufer gefunden hätten. W. kann nicht sagen, wer die Packung tatsächlich gefunden hat. Ihr wurde aber gesagt, dass die Packung “auf der Brücke” gefunden wurde. Von der Brücke war bisher nicht die Rede.

11:44

Warum hat W. keine Anzeige gegen die Polizisten erstattet?

fragt Wotschke.

W. erklärt: “Weil ich genug in meinem Leben zu tun hab. Ich hab’ mich kurz geärgert und das war’s.”

11:35

Krainer fragt noch einmal nach dem "Druck" auf die Ärztin

Diese bestätigt abermals, dass Männer von der Polizei ihr minutenlang gesagt hätten, sie könne und dürfe gar keine Obduktion anregen.

11:32

Neumann fragt nach "äußerer Gewalteinwirkung"

und zitiert aus dem Polizeibericht, wonach keine äußere Gewalteinwirkung feststellbar war. W. bestätigt das – auch sie fand keine klaren Anzeichen auf Fremdeinwirkung – sondern konnte die Todesursache nicht feststellen (und keine Gewalteinwirkung ausschließen).

11:29

ÖVP: Postenkommandantin S. bestritt Druck auf Ärztin

Aber W. stellt klar, dass der Druck gar nicht von S. kam, sondern von ihren männlichen Kollegen.

11:26

Neumann fragt nach Druck seitens der Polizei

W. bestätigt, dass es eine Diskussion mit zwei männlichen Polizisten gegeben hat. (Diese meinten ihr gegenüber, sie sei nicht dazu berechtigt, eine Obduktion zu verlangen.)

11:23

Maria Neumann (ÖVP) ist wieder dran

Sie erkundigt sich zuerst nach der Doppelrolle als Not- und Gemeindeärztin. Als Gemeindeärztin mache sie eine Totenbeschau, nicht als Notärztin.

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11:21

Vom Innenministerium nicht geschult

Als Feuerwehrärztin habe sie keinen Vorbereitungskurs für den Untersuchungsausschuss bekommen, so W. auf Nachfrage Hafeneckers. Auskunftsperson H. hatte eine solche Schulung erhalten, obwohl er als Feuerwehrmann am Fundort war und nicht als Polizist.

11:18

Hafenecker leitet zweite Fragerunde ein

Er befragt W. nach ihrem persönlichen Verhältnis zu Postenkommandantin S. Diese habe laut eigener Aussage die Ärztin “schon zweimal zur Anzeige gebracht”.

W. meint dazu, sie habe nicht gewusst, dass S. ihr einen Strafzettel gegeben hat. Sie habe S. nicht gekannt. Von ihrer Seite gab es keine Emotionen bezüglich S.

10:58

Reifen bei Auto von Sohn aufgeschlitzt

Wann ist das passiert, fragt Tomaselli.

W. weiß es nicht mehr genau.

10:51

Nichts von Suizid erwähnt

Die Ärztin betont, dass sie keine Vermutung bezüglich eines Suizids angestellt hatte. “Wenn die Frau (Postenkommandantin) S. gewusst hat, dass es Suizid war – ich hab es nicht gewusst. Und ich war die einzige medizinische Fachkraft vor Ort.”

10:45 - Peter Pilz

Gefährlich für Innenminister

Dagmar W. stellt noch einmal eindeutig klar: Sie hat mit Sicherheit an keiner kriminalpolizeilichen Leichenbeschau teilgenommen. Nachdem sonst kein Arzt dort war, hat diese Leichenbeschau offensichtlich nicht stattgefunden.

Innenminister Karner hat in einer Anfragebeantwortung aber genau das behauptet. Hat er die Anfrage falsch beantwortet? Und was bedeutet das für das Verfahren, wenn eine  kriminalpolizeiliche  Leichenbeschau gar nicht stattgefunden hat?

10:45 - Peter Pilz

Gefährlich für Innenminister

Dagmar W. stellt noch einmal eindeutig klar: Sie hat mit Sicherheit an keiner kriminalpolizeilichen Leichenbeschau teilgenommen. Nachdem sonst kein Arzt dort war, hat diese Leichenbeschau offensichtlich nicht stattgefunden.

Innenminister Karner hat in einer Anfragebeantwortung aber genau das behauptet. Hat er die Anfrage falsch beantwortet? Und was bedeutet das für das Verfahren, wenn eine  kriminalpolizeiliche  Leichenbeschau gar nicht stattgefunden hat?

10:42

Nach Wotschke ist Tomaselli an der Reihe mit der Erstbefragung

Sie erkundigt sich nach der Anzahl der Personen am Fundort. “15 bis 20” antwortet W. und überrascht Tomaselli damit.

10:40 - Peter Pilz

Eine Frage zur Schulung

Das Innenministerium hat sogar einem Feuerwehrmann die U-Ausschuss-Schulung am 8. und 9. Jänner in Krems finanziert. Hat das BMI auch der Ärztin, von der es behauptet, dass sie an einer kriminalpolizeilichen Leichenbeschau teilgenommen hat, eine Schulung angeboten?

10:34

"Wie sieht der bläuliche Kopf aus?"

“Blau”, antwortet W. “Der ganze Kopf blau”.

10:32

Keine Mutmaßungen zur Todesursache

Habe sie gemacht, betont die Gemeindeärztin. Eine entsprechende Aussage der Postenkommandantin S., sie habe von einer Vergiftung gesprochen, bezweifelt sie. Sie habe nie von einer Todesursache gesprochen.

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10:27 - Peter Pilz

“So sollte es sein. Aber so war es nicht.” So antwortet Dagmar W. auf den Vorhalt einer Polizisten-Aussage von gestern, die Polizei hätte nicht versucht, die Obduktion zu verhindern.

10:25

Wotschke fragt nach schriftlicher Notiz

Die NEOS-Abgeordnete möchte wissen, ob W. schon öfter eine Notiz an die Staatsanwaltschaft übermittelt habe. Diese verneint. Die Staatsanwältin habe um eine Notiz gebeten.

10:18 - Peter Pilz

Was wollte die Polizei?

Die Ärztin schildert glaubhaft, dass das Verhalten der Polizisten außergewöhnlich war.

Was wollte die Polizei? Hätte Dagmar W. die Leiche zur Bestattung freigegeben, wäre nichts mehr passiert – keine Obduktion, keine Ermittlungen, kein “Fall Pilnacek”. “Es hätte entweder der Bestatter die Leiche abgeholt, oder es gibt eine Obduktion”, so W.

War die schnelle Freigabe der Leiche das Ziel der Beamten? Und wenn ja, warum?

10:16

Zettel übergeben

Der Polizei habe W. einen handschriftlichen Zettel für die Staatsanwaltschaft übergeben. Sie wisse nicht mehr, welchem Beamten sie das Schriftstück übergeben hatte.

Hintergrund: Der Zettel kam nicht bei der Staatsanwaltschaft an, sondern wurde offenbar in einem Polizeiakt abgelegt.

10:13

Obduktionsfotos nie gesehen

Die Fotos von der Obduktion habe W. nie zu Gesicht bekommen, bestätigt sie auf Nachfrage von Jan Krainer.

Auf Nachfrage Krainers erzählt W., dass Postenkommandantin S. mit der Staatsanwältin bezüglich Obduktion gesprochen hat. Die Polizistin habe ihr dann auf Nachfrage das Telefon gegeben und sie habe eine Obduktion angeregt.

10:04

Die ÖVP spielt dem U-Ausschuss ein Video von "Servus TV" vor

Es entsteht eine Geschäftsordnungsdebatte darüber, ob die ÖVP dieses Video abspielen darf. Zudem merkt Tomaselli kritisch an, dass es sich bei dem Video wahrscheinlich um einen (für die ÖVP günstigen) Zusammenschnitt handelt. Sie zweifelt daher den “Wahrheitsgehalt” des Videos an.

Auch Wotschke fragt sich, ob die ÖVP die Rechte von Servus TV eingeholt hatte. ÖVP-Fraktionsvorsitzender Andreas Hanger bejaht das.

10:02

Verletzungen an Stirn und Schienbein

konnte W. bei der Leiche ausmachen. Sie hatte nicht den Eindruck, dass das gravierende Verletzungen waren, antwortet sie auf eine entsprechende Frage der ÖVP-Abgeordneten Maria Neumann.

10:01

"Noch nie danach gefragt"

sagt W. auf die Frage, ob sie schon einmal eine kriminalpolizeiliche Leichenbeschau durchgeführt hat.

09:59

"Keine Totenflecken"

Auffällig war für W., dass es noch keine Totenflecken auf der Leiche gab. Die Totenstarre war noch nicht eingetreten. Ihre Aufgabe sei es nur festzustellen, ob eine Person noch am Leben ist oder nicht und ob sie eindeutig sagen kann, woran die Person gestorben ist.

09:53 - Peter Pilz

Hat sie sich bedroht gefühlt?

Windschutzscheibe beim eigenen Auto mehrfach eingeschlagen, Reifen beim Auto des Sohns aufgestochen – wann ist das passiert?

Ist das nach der Aussage der Ärztin beim BAK, durch die sie die Polizisten belastet hat, passiert?

Und: Hat die Ärztin daraufhin eine Liste der Sachbeschädigungen bei ihrem Notar deponiert?

Ist diese Liste noch dort?

Und: Hat sie die Liste dem Notar gegeben, weil sie sich bedroht gefühlt hat?

 

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09:49 - Peter Pilz

"Reifen aufgeschlitzt, Fensterscheiben eingeschlagen"

Es gibt ein paar Fragen, die Ärztin Dagmar W. heute beantworten könnte:

  1. Hatte sie nach ihrer Aussage bei der WKStA den Eindruck, bedroht zu werden?
  2. Wurde ihr Auto mehrfach beschädigt?
  3. Wurde das Auto eines Angehörigen auf auffällige Art beschädigt?
  4. Hat sie eine Liste der Vorfälle ihrem Notar gegeben?

Ich hoffe, dass Dagmar W. darauf heute Antworten gibt.

09:47

"Heftige Diskussion"

Die Polizei gab ihr zu verstehen, sie sei nicht dazu berechtigt eine Obduktion anzuregen. W. spricht von einer “heftigen Diskussion” mit den Polizisten vor Ort. Diese habe sicher zehn bis 15 Minuten gedauert.

Das gab es in ihrem ganzen Leben noch nie, gibt W. an.

09:42

Postenkommandantin S. leitete den Polizeieinsatz

Gibt W. an. Schließlich habe diese auch die Staatsanwältin angerufen.

Der leblose Körper Pilnaceks wurde entkleidet und begutachtet. Weil die Ärztin die Todesursache nicht eindeutig feststellen konnte, wollte sie eine Obduktion anregen.

09:35

Hafenecker befragt die Ärztin

Sie habe die Polizei nach ihrem Eintreffen am Fundort gefragt, was die Polizei denke, was passiert sei, gibt die Ärztin an.

Die Feuerwehrleute, die den Leichnam geborgen hatten, waren nach Auskunft von W. bei ihrem Einlangen am Donaualtarm nicht mehr anwesend.

09:32

Auch "kein Thermometer mit"

Sie könne – genau wie die Kriminalpolizei – keine Temperaturmessung im Zuge einer kriminalpolizeiliche Leichenbeschau machen, weil sie – ebenfalls genau wie die Kripo – kein Thermometer mithabe, so die Gemeindeärztin.

Außerdem kannte sie die Formulare der Leichenbeschau nicht. “Bis die WKStA sie mir vorgelegt hat.”

09:28

Totenbeschau vs. Leichenbeschau

Verfahrensrichterin Edwards fragt nach dem Unterschied zwischen Toten- und Leichenbeschau.

Sie habe nur die Formulare für eine Totenbeschau. Eine kriminalpolizeiliche Leichenbeschau habe sie noch nie gemacht, so W. Auch nicht am Tag der Auffindung Pilnaceks.

“Man müsste mich fragen und mir die Formulare geben”, um eine kriminalpolizeiliche Leichenbeschau durchzuführen, so W. Das sei aber nicht passiert.

christa edwards

09:25

Befragung der Gemeindeärztin beginnt mit Verfahrensrichterin

Ärztin W. habe am Morgen der Auffindung von Pilnaceks Leiche einen Anruf von einem Feuerwehrmann bekommen. “Ich soll kommen, es gibt eine Wasserleiche in Rossatz”.

“Dann hab ich den Feuerwehrkommandanten gefragt, wer die Wasserleiche sei. Der hat gesagt, der Pilnacek.”

Sie habe dann eine Totenbeschau “das muss wirklich noch einmal betonen – Totenbeschau” vorgenommen. Dabei muss sie feststellen, ob die Todesursache feststellbar oder nicht.

09:03

Wotschke hegt Verdacht auf "politische Einflussnahme"

NEOS-Fraktionsführerin Sophie Wotschke wunderte sich, dass Spuren zu einem möglichen Sturzgeschehen nicht genauer untersucht wurden:

„Wenn ich sage, es gab einen Sturz, aber ich finde dazu keine Spuren, dann heißt das, dass nicht überall nach Spuren gesucht wurde.“

Weiters wunderte sie sich über den Umstand, dass Caroline List, Pilnaceks Witwe, im Tatortbericht vorkam, obwohl sie nicht vor Ort war. “Warum tauchte Frau List im Tatortbericht auf? Sie war nicht vor Ort”. Wotschke verortete hier potenzielle “politische Einflussnahme” bei der späteren Weitergabe des Handys.

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08:58

Krainers Statement

SPÖ-Fraktionsführer Jan Krainer will untersuchen, ob die Gemeindeärztin von der Polizei unter Druck gesetzt wurde, keine Obduktion anzuregen. Die Frage, ob ihr Wirken eine Leichenbeschau oder eine Totenbeschau war, steht für ihn nicht im Zentrum.

Zur Staatsanwältin sagt Krainer: sie “hatte nicht einmal Journaldienst an diesem Tag, sie war halt die Einzige, die erreichbar war.“

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08:53

Tomaselli fühlt Polizei mit Thermometer auf den Puls

In ihrem Pressestatement mit Thermometer beklagt Tomaselli den Zustand der Polizei:

„Das Thermoeter steht symbolisch für die Abläufe in der niederösterreichischen Polizei. Viele Probleme sind struktureller Natur. Anders ist ja nicht zu erklären warum Polizisten ihren Tatortkoffer individuell bestücken können.“

Weiter heißt es: „Zwei Monate Ausbildung für diesen doch technischen herausfordernden Job ist als Ausbildungszeit sehr überschaubar. Wir werden deshalb auch eine parlamentarische Anfrage an Karner stellen.“

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Ob die Ärztin eine kriminalpolizeiliche Leichenbeschau durchgeführt hat, wie die Polizei behauptet, stellt Tomaselli in Abrede. Die bisherigen Fakten würden gegen die Polizei sprechen. Es gab kein Equipment und kein entsprechendes Formular.

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08:42

Pressestatement von Hafenecker

Hafenecker erwartet die Befragung der Gemeindeärztin W. mit Spannung.

“Der Innenminister ist gut beraten, sich einmal die Causa Blümel anzusehen, was dann rausgekommen ist als er geglaubt hat er braucht nicht liefern. Wir sind auch bereit beim Innenminister solche Maßnahmen zu ergreifen.”

u ausschuss fpö hafenecker lowresdsc06437 2





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